Vernetzung
Kinder- und Jugendhilfe gelingt nur, wenn alle Akteure kommunizieren und kooperieren. Gemeinsam geht’s besser. Das Jugendamt als Kompetenzagentur für Entwicklungsförderung ist auf eine gelungene Kommunikation und Kooperation mit anderen gesellschaftlichen Institutionen angewiesen. Dazu gehören Einrichtungen und Dienste, die ohnehin flächendeckend, aber oft nebeneinander arbeiten: Gesundheitswesen (Gesundheitshilfe, Ärzteschaft, Kinderkliniken, Hebammen), fördernde Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (insbesondere der Kindertagesbetreuung, Beratungsstellen), bei älteren Kindern auch Schule, Polizei und Justiz. Hinzu kommen Einrichtungen und Dienste, die sozialraum- oder einzelfallbezogen tätig sind wie z. B. Familienpflegestationen, Selbsthilfegruppen, sogenannte Patenschaftsprojekte, Familienbildungsstätten. Letztlich alle Dienste und Einrichtungen, die mit Aufgaben oder Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe befasst sind.
Besonders in der frühen Kindheit ist ein tragfähiges Netzwerk von großer Bedeutung um frühzeitig und präventiv entsprechenden Unterstützungsbedarf gewährleisten zu können.
Nur wenn die Unterstützungssysteme im Sinne eines tragfähigen Netzwerks zusammengeführt werden und eine Zusammenarbeit zwischen Eltern und Institutionen gelingt, können daraus Synergien optimal genutzt werden.
Koordinierende Kinderschutzstellen
Im Mittelpunkt der Arbeit der Koordinierenden Kinderschutzstellen (KoKi) steht der Aufbau, die Pflege und Koordination eines dichten Netzwerks aller Einrichtungen, Dienste und Berufsgruppen, die mit Familien zusammenarbeiten oder für sie tätig sind.



