K 03/19 Gefährdungseinschätzung und Hilfen bei Misshandlung und Vernachlässigung

Leitung: Agathe Eichner und Dr. Heinz Kindler

Teilnehmer: max. 16

Termin: 18.03.2019 bis 22.03.2019 Ort: Reimlingen

Kursgebühr: 465,- Euro

Anmeldung: Formular zur Anmeldung

Anfragen an Fortbildungsverwaltung : www.blja.bayern.de

Thema:

Die Arbeit mit Familien, in denen es zu Misshandlungen oder Vernachlässigungen eines Kindes kommt, ist menschlich sehr belastend und fachlich eine der schwierigsten Aufgaben für die Fachkräfte der Jugendhilfe. Sie müssen folgenreiche Abwägungen und Entscheidungen im Sinne des Kindeswohls treffen und diese durch nachvollziehbare Begründungen absichern. Darüber hinaus ist organisationsintern eine intensive fachliche Beratung sowie die Beteiligung und Einbindung anderer Dienste und Einrichtungen erforderlich.

Ziele:

Die Teilnehmenden kennen

  • den aktuellen Forschungsstand im Bereich Misshandlung und Vernachlässigung,
  • die Bedürfnisse und Wahrnehmungen von Kindern, die Misshandlung bzw. Vernachlässigung erleben mussten,
  • rechtliche Anforderungen an die Argumentation bei Gericht in Kinderschutzfällen,
  • das Spektrum geeigneter Netzwerkpartner und der unterschiedlichen Hilfen nach Misshandlung und Vernachlässigung einschließlich Wirksamkeitsbefunden.

Die Teilnehmenden können

  • mit Hilfe sozialpädagogischer Diagnostik Einschätzungen zum Vorliegen oder Nicht-Vorliegen von Kindeswohlgefährdung vornehmen,
  • vertiefend das Risiko wiederholter Gefährdung und das Profil elterlicher Erziehungsfähigkeit beurteilen,
  • die elterliche Bereitschaft und Fähigkeit zur Abwehr vorhandener Gefahren unter Nutzung von Hilfen bewerten,
  • kultursensibel ein bedarfsgerechtes Hilfs- und Schutzkonzept entwickeln.

Zielgruppe:

Pädagogische Fachkräfte der freien und öffentlichen Jugendhilfe

Hinweise:

Es werden Grundlagenkenntnisse für die Wahrnehmung der Aufgaben im Kinderschutz vorausgesetzt.

AGB:

allgemeine AGB