K 30/19 Kompetenzen für die Fachberatung im Kinderschutz nach §§ 8a Abs. 1 und 4, 8b Abs. 1 SGB VIII und § 4 Abs. 2 KKG

Leitung: Kirsten Prange

Teilnehmer: max. 16

Termin: 07.10.2019 - 11.10.2019 Ort: Beilngries

Kursgebühr: 465,- Euro

Anmeldung: Formular zur Anmeldung

Anfragen an Fortbildungsverwaltung : www.blja.bayern.de

Thema:

Die Fachberatung im Kinderschutz durch eine insoweit erfahrene Fachkraft ge­schieht vorrangig zur Qualifizierung der Gefährdungseinschätzung im Einzelfall. Anspruchsinhaber dieser Beratung können sein: fallzuständige Fachkräfte im Ju­gend­amt, Fachkräfte in Einrichtungen der Jugendhilfe, Personen, die beruflich in Kontakt mit jungen Menschen stehen sowie sogenannte kind- und jugendnahe Berufsgeheimnisträger. Neben einer mehrjährigen Erfahrung im Kinderschutz sind Rollenklarheit, beraterische Kompetenzen und Kenntnisse über Netzwerkpartner unverzichtbar.

Ziele:

Die Teilnehmenden kennen

  • die rechtlichen und organisationsbezogenen Rahmenbedingungen für eine qualifizierte Fachberatung im Kinderschutz
  • ihre fachlichen Möglichkeiten und Grenzen bei der Beratung von Personen aus diversen beruflichen Kontexten zur Einschätzung von Gefährdungslagen
  • Professionsverständnis, Verantwortlichkeiten, Handlungslogiken und Hilfs­an­gebote der Netzwerkpartner im Kinderschutz (Schule, Gesundheitshilfe, etc.)
  • Risiken und Stolpersteine im institutionellen und interdisziplinären Kinderschutz

Die Teilnehmenden können

  • im Gespräch mit der anfragenden Person die Risiken und Gefahren für das Kind herausarbeiten und sie dabei unterstützen, diese einzuordnen
  • den ratsuchenden Personen die rechtlichen Grundlagen im Kinderschutz in ihrer Relevanz für die jeweils erforderlichen Verfahrensschritte vermitteln
  • Fachkräfte methodisch beraten, wie sie Erziehungsberechtigte und Kinder in die Gefährdungseinschätzung und Hilfeplanung einbeziehen können
  • Verstrickungen und Krisen im Hilfeprozess und im Helfersystem erkennen und diese mit den Beteiligten thematisieren und reflektieren
  • einen kritischen, strukturierten Fachberatungsprozess zur Gefährdungseinschätzung und zur Planung eines Schutzkonzeptes führen
  • mit Dissens im Helfersystem, bzw. zwischen anfragender Fachkraft und Fachberaterin umgehen

Zielgruppe:

Fach- und Führungskräfte von öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe, die die Fachberatung im Rahmen des Schutzauftrages als insoweit erfahrene Fachkraft oder im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte übernehmen.

Hinweise:

Teilnahmevoraussetzungen sind aktuelle rechtliche und fachliche Kenntnisse im Kinderschutz (Instrumente der Gefährdungseinschätzung, Konzepte des Fall­verstehens, Gespräche mit Eltern und jungen Menschen in Gefährdungsfällen etc.) sowie eine mind. dreijährige Praxiserfahrung im Kinderschutz.

AGB:

allgemeine AGB