K 17/20 Interventionsplanung in Verdachtsfällen von sexueller Gewalt

Leitung: S. Heppel und M. Wagner

Teilnehmer: 16

Termin: 22.06.2020 bis 26.06.2020 Ort: Rothenburg

Kursgebühr: 465,- Euro

Anmeldung: Formular zur Anmeldung

Anmeldeschluss: 17. Januar 2020

Anfragen zu den Kursinhalten : www.blja.bayern.de

Thema:

Um einen Verdacht auf sexuelle Gewalt abklären zu können, braucht es umfangreiches Fachwissen, z. B. über mögliche Tätergruppen (Männer, Frauen, aber auch sexuell übergriffige Kinder und Jugendliche), zu Anhaltspunkten für sexuelle Gewalt, zu Befragungstechniken und Gesprächsführung. In der Beratung und Begleitung der betroffenen Kinder und deren Angehörigen sind ein besonderes feinfühliges Vorgehen und spezifisches Know-How zu Interventionsmöglichkeiten zum Schutz unentbehrlich.

Ziele:

Die Teilnehmenden kennen

  • den aktuellen Forschungsstand zur sexuellen Gewalt: Täter-Opfer-Dynamik, Täterstrategien,
  • Handlungsstrategien für den Umgang mit Geschwisterinzest,
  • die Hilfsmöglichkeiten / Sanktionen bei sexuell übergriffigen Kindern,
  • die wesentlichen rechtlichen Grundlagen: Datenschutz, Inobhutnahme, Unterschiede im Verfahrensrecht bei Familien- und Strafgerichten etc.,
  • die Aufgaben und die Arbeitsweise der Kinderschutzambulanz sowie die Voraussetzungen in der Zusammenarbeit mit dieser.

Die Teilnehmenden können

  • Verdachtsmomente erkennen, überprüfen und bewerten,
  • im Einzelfall kultursensibel das Gefährdungsrisiko von sexueller Gewalt einschätzen,
  • ihre Aufgaben gegenüber der Polizei, dem Strafgericht und dem Familiengericht abgrenzen.

Zielgruppe:

Pädagogische Fachkräfte der freien und öffentlichen Jugendhilfe.

Hinweise:

Es werden Grundlagenkenntnisse für die Wahrnehmung der Aufgaben im Kinderschutz vorausgesetzt.

AGB:

allgemeine AGB