K 26/21 Gesprächsführung mit Eltern bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung

Leitung: I. Arnold und M. Frieß

Teilnehmende: 16

Termin: 26.10.2021 bis 29.10.2021 Ort: Bernried, Bildungshaus St. Martin

Kursgebühr: 420,- €

Anmeldeschluss: 17. Januar 202

Anfragen zu den Kursinhalten : anmeldung@zbfs.bayern.de

Thema:

Bei der Prüfung gewichtiger Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung sollen Eltern so früh wie möglich in die Gefährdungseinschätzung miteinbezogen werden, soweit der wirksame Schutz der Kinder hierdurch nicht in Frage gestellt wird. In diesen Situationen müssen Fachkräfte die Eltern zur Mitwirkung motivieren. Gleichzeitig ist meist mit nicht unerheblichen Widerständen zu rechnen. Es braucht ein klares Rollenverständnis und fachliche Kompetenzen, um mit ablehnendem Verhalten
seitens der Eltern adäquat umzugehen und sich nicht unter Rechtfertigungsdruck setzen zu lassen.

Ziele:

Die Teilnehmenden kennen:

  • die wichtigsten rechtlichen Grundlagen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung,
  • geeignete Gesprächstechniken, um den Prozess der Gefährdungseinschätzung klärend und einfühlsam zu gestalten,
  • die Dynamik des Gesprächsverlaufs bei Kindeswohlgefährdung,
  • Handlungsstrategien im Spannungsfeld von Hilfe, Schutz und Kontrolle,
  • Formen und Funktionen von (familiärem) Konfliktverhalten und Widerstand,
  • Möglichkeiten des Umgangs mit Handlungsdruck in hochbelasteten Situationen.

Die Teilnehmenden können:

  • situationsangemessene Settings und Abläufe für Gespräche mit Eltern gestalten, um zu einer umfassenderen Gefährdungseinschätzung zu gelangen,
  • kultursensibel auf die Formen und Funktionen familiären Konfliktverhaltens eingehen,
  • die eigene Beratungshaltung sowie die Emotionen bei kritischen Gesprächsverläufen reflektieren.

Zielgruppe:

Fachkräfte der freien und öffentlichen Jugendhilfe (mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung).

Hinweise:

Es werden Grundlagenkenntnisse in der Gesprächsführung und der Gefährdungseinschätzung bei Kindern und Jugendlichen sowie die Bereitschaft zur Eigenreflexion vorausgesetzt.

AGB:

allgemeine AGB