K 20/22 Traumatisierte Eltern verstehen und in ihrer Erziehungskompetenz stärken

Leitung: I. Altenbuchner und S. Heppel

Teilnehmende: 16

Termin: 11.07.2022 bis 15.07.2022 Ort: Würzburg Exerzitienhaus Himmelspforten

Kursgebühr: 465,- €

Anmeldeschluss: ohne Anmeldeschluss (Zusage erfolgt ab Januar 2022)

Anfragen zu den Kursinhalten : anmeldung@zbfs.bayern.de

Thema:

Viele Eltern, denen wir in der Jugendhilfe begegnen, haben teilweise massive Traumatisierungen erlebt. Die Folgen davon wirken häufig generationsübergreifend und der Umgang mit den eigenen Kindern kann davon schädigend beeinflusst werden. Um diesen Eltern gerecht zu werden, sind Fachkräfte der Jugendhilfe gefordert, ein Grundverständnis von Trauma und Traumafolgen zu entwickeln, Eltern im Kontext ihrer Geschichte zu sehen und daraus passende und ressourcenorientierte Unterstützungsangebote zu entwickeln.

Ziele:

Die Teilnehmenden

kennen:

  • Trauma, Traumafolgen und deren mögliche Auswirkungen auf die Erziehungskompetenz von Eltern,
  • Anzeichen für co-traumatische Prozesse in der Eltern-Kind-Beziehung,
  • die Bedeutung generationsübergreifender Traumatisierung auf die Entwicklung der Eltern-Kind-Beziehung und auf den Hilfeprozess,
  • Handlungsansätze bei den unterschiedlichen Traumata: Gewalterfahrungen in der Kindheit, Partnerschaftsgewalt, Kriegs- und Fluchterfahrungen,
  • geeignete Methoden für die Arbeit mit traumatisierten Eltern in den ambulanten, teilstationären sowie stationären Hilfen zur Erziehung,
  • kultursensible Aspekte der Beratung,
  • Möglichkeiten und Grenzen in der Arbeit mit traumatisierten Familien im eigenen Arbeitsfeld sowie mögliche Kooperationspartner und weitere Hilfsangebote,
  • die Gefahren der Re-Traumatisierung durch die Jugendhilfe
  • (z. B. Inobhutnahme),
  • Methoden zur eigenen Psychohygiene.

können:

  • die Situation und den Hilfebedarf von traumatisierten Familien erfassen sowie notwendige und geeignete Hilfen benennen und ggf. einleiten,
  • Familien traumasensibel beraten und unterstützen.

Zielgruppe:

Fachkräfte der freien und öffentlichen Jugendhilfe.

Hinweise:

Die Bereitschaft der Teilnehmenden, Fallbeispiele aus der eigenen Praxis im Kurs einzubringen, wird vorausgesetzt.

AGB:

allgemeine AGB