Bayerische Anlaufstelle für ehemalige Heimkinder

Kontakt und Erreichbarkeit


Auch in dieser schwierigen Zeit sind wir für Sie da und möchten gerne mit Ihnen in Kontakt bleiben!
Sie können uns wie gewohnt telefonisch und per E-Mail erreichen.



Unser Telefon ist jeden Dienstag von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr und jeden Donnerstag von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr besetzt.
Außerhalb der Telefonsprechzeit können Sie eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen.

ZBFS - Bayerisches Landesjugendamt
Bayerische Anlaufstelle für ehemalige Heimkinder

Büroräume: ZBFS - Region Oberbayern
Richelstraße 17
80634 München
Tel.: 089 18966-2461
Fax: 089 18966-1499
E-Mail: anlaufstelle@zbfs.bayern.de

Persönliche Termine finden nach Vereinbarung statt.

Aufgaben und Ausrichtung der ABS

Die Aufgaben und Ausrichtung der ABS bestehen aus zwei Säulen: Ein begleitender Beirat legt in seinen Sitzungen Themenschwerpunkte fest, die in die Arbeit der ABS einfließen. Die zweite Säule besteht aus den persönlichen Kontakten und Beratungen.
 

Beirat der Anlauf- und Beratungsstelle

Der Beirat besteht aus 12 Mitgliedern:

  • Sechs betroffene „ehemalige Heimkinder“,
  • eine Vertretung des Deutschen Caritasverbands Landesverband Bayern e.V. (in Abstimmung mit der römisch-katholischen Kirche in Bayern),
  • eine Vertretung des Diakonischen Werks Bayern (in Abstimmung mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern),
  • die Leitung des Zentrums Bayern Familie und Soziales – Bayerisches Landesjugendamt,
  • eine Vertretung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales,
  • eine Vertretung des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Jugend und Familie des Bayerischen Landtags,
  • eine Vertretung aus dem Bereich der Wissenschaft.

Themenschwerpunkte:

1.      Erinnerungskultur
Die Planung zur Umsetzung eines Gedenkortes für alle von Leid und Unrecht betroffenen Heimkinder der Nachkriegszeit bis 1975 hat begonnen.

2.      Ausbildung von Fachkräften
Die Thematik der ehemaligen Heimkinder soll einen dauerhaften Platz in der Ausbildung von Fachkräften erhalten. Die ABS setzt hierzu ein erstes Projekt in Zusammenarbeit mit der Hochschule Landshut um.

3.      Impulse für die heutige Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe
Die ABS tauscht sich mit Expertinnen und Experten zur heutigen Kinder- und Jugendhilfe aus.  

4.      Würdevolles Leben im Alter
Die ABS vernetzt sich mit Fachkräften der drei Bereiche Gesundheit, Wohnen und soziale Teilhabe. Die gewonnenen Ergebnisse sollen zusammengetragen werden, um sie in geeigneter Weise an die Nutzerinnen und Nutzer der ABS weiterzugeben.

5.      Trauma
Die ABS plant die Netzwerkpartnerschaft mit verschiedenen Anbietern von Trauma-Hilfeangeboten.

6.      „OEG“ (=Opferentschädigungsgesetz)
Die ABS qualifiziert sich im Bereich des „Sozialen Entschädigungsrechts“, um die gewonnenen Informationen zu bündeln und in geeigneter Weise an die Nutzerinnen und Nutzer der ABS weiterzugeben.
 

Unser Beratungsangebot

Das Team der Anlauf- und Beratungsstelle bietet allen ehemaligen Heimkindern“, deren Angehörigen und Fachkräften zu den Themen der damaligen Heimerziehung (1949-1975) Beratung und Unterstützung an.

  • Wir geben Ihnen Zeit und Raum, um über ein lang verdrängtes und tabuisiertes Thema zu sprechen.
  • Wir suchen und vermitteln weiterführende Hilfen der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege (z.B. Beratung, Therapie).
  • Wir unterstützen Sie bei der Aktensuche, Biografie-Arbeit / Aufarbeitung der Vergangenheit.

Informationen

Falls Sie in Einrichtungen der Diakonie Bayern untergebracht waren und Unterlagen zu Ihrem Aufenthalt suchen, können Sie sich an die Ansprechstelle für ehemalige Heimkinder im Diakonischen Werk in Bayern wenden.

Weiterführende Informationen und Links

Entstehung der heutigen ABS

Die heutige Arbeit der ABS beruht auf den Erkenntnissen des Abschlussberichts des Runden Tisches Heimerziehung und auf den Erfahrungen aus dem Fonds Heimerziehung.

11. Dezember 2006
Eine Anhörung der Betroffenen vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages fand statt. Die Betroffenen berichteten über Misshandlungen, persönliches Leid und Missständen in den Einrichtungen. Unter den Folgen dieser widrigen Umstände leiden die Betroffenen bis heute.

04. Dezember 2009  
Eine Beschlussempfehlung zur Aufarbeitung der westdeutschen Heimerziehung zwischen 1949 und 1975 wurde erfasst und vom Deutschen Bundestag verabschiedet. Darin wurden die westdeutschen Bundesländer aufgefordert einen Runden Tisch einzurichten.

17. Februar 2009     
Der Runde Tisch, der aus Betroffenen, Trägern, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Verbänden, Vertreterinnen und Vertretern des Bundes und der Länder sowie der Kirchen bestand, konstituierte sich.

Anfang Juli 2011     
Aufgrund der Empfehlung des Runden Tisches hat der Deutsche Bundestag den Antrag „Opfern von Unrecht und Misshandlungen in der Heimerziehung wirksam helfen“ verabschiedet.

01. Januar 2012       
Eine Vereinbarung zur Errichtung des Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland 1949 bis 1975“ (Fond Heimerziehung West) wurde getroffen.

2012                           
Errichtung der „Regionalen Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder“ in Bayern.

31. Dezember 2014  
Die ehemaligen Heimkinder konnten bis zu diesem Datum ihre Ansprüche bei der Anlauf- und Beratungsstelle anmelden.

31. Dezember 2018  
Der Fonds hat seine Arbeit eingestellt.

01. Januar 2019       
Die aus Landesmitteln finanzierte ABS nimmt ihre Arbeit auf.

Finanzielle Leistungen können nicht mehr vereinbart werden.