Mitteilungsblatt_02_2020

M I T T E I L U N G S B L A T T 02-2020 09 I N F O N E U E , D I G I T A L E F O R T B I L D U N G S F O R M A T E DIGITALE (FORTBILDUNGS-) ANGEBOTE DES BAYERISCHEN LANDESJUGENDAMTS Wer sich heute auf der neu geschaffenen digitalen Lern- plattform des Bayerischen Landesjugendamts umsieht, wird dort erste digitale Fortbildungen und – für spezielle Zielgruppen – Austauschforen vorfinden. Diese ersten Angebote, welche kurzfristig als Reaktion auf coronabedingte Bedarfe entwickelt wurden, markieren für das Landesjugendamt den Beginn einer neuen Ära. Zusätzlich zu den herkömmlichen, analogen Fortbildungs- angeboten und den Informationen der Homepage entsteht hier eine Präsenz für selbstgesteuertes Lernen, welche den Fach- und Führungskräften der bayerischen Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung steht. Perspektivisch wird diese Plattform ermöglichen, aus einer großen Anzahl an Themen maßgeschneiderte, digitale Fortbildungsangebote auszuwählen, mit diesen kurzfristig und unkompliziert das eigene Fachwissen zu erweitern sowie Fragestellungen beantwortet zu bekommen. Viele dieser Fortbildungsmodule werden problemlos in weniger als einer Stunde durchzuarbeiten sein. Auch der in der Ju- gendhilfe so wichtige fachliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen in ganz Bayern wird zum Angebotsspektrum gehören. Die Vorteile liegen auf der Hand. Kleinteilige Lerneinhei- ten, welche konkret auf bestimmte Themen fokussieren, können ohne Kapazitätsgrenzen • kurzfristig, • zeit- und ortsunabhängig, • von jedem internetfähigen Gerät aus genutzt werden. • Lange Abwesenheiten vom Arbeitsplatz und von zuhause entfallen. Grenzen dieser digitalen Angebote liegen insbesondere in jenen Bereichen, welche den unmittelbar persönlichen Austausch oder das konkrete Einüben mit Expertenfeed- back erfordern. Um die Vorteile und Möglichkeiten beider – der analogen und digitalen – Fortbildungswelten zu vereinen, wird ein wichtiger Bestandteil des Angebotes aus sogenannten „Blended Learning“ Formaten bestehen. Bei dieser Fortbildungsform werden digitale Elemente mit Präsenztraining kombiniert. Theoretische Inhalte werden digital aufbereitet und von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Eigenregie erarbeitet. Im inhaltlich abgestimmten Präsenzteil kommen die Teilnehmenden anschließend an einem Schulungsort zusammen und nutzen die (verkürzte) Seminarzeit, um direkt in praktische Übungen einzusteigen. Ein ganz entscheidender Erfolgsfaktor ist hierbei der Ein- satz einer Mentorin bzw. eines Mentors. Da die Aussa- gekraft der Fortbildungen stets nur soweit reichen kann, wie es sich um allgemeingültige Inhalte handelt, können herkömmliche Fortbildungen häufig nicht auf die individu- ellen Rahmenbedingungen der einzelnen Organisationen eingehen. Die im Blended Learning Format eingesetzten Mentoren sind fachlich erfahrene Kolleginnen und Kollegen der teilnehmenden Ämter, welche die Lernenden der eige- nen Organisation unterstützen, indem sie Fragestellungen, welche in den Fortbildungen angerissen werden, gemein- sam mit ihren Kolleginnen und Kollegen auf die spezifi- schen Gegebenheiten des eigenen Amts übersetzen. Die ersten praktischen Erfahrungen mit diesem Format wurden mit dem Pilotdurchgang der Blended Learning Fortbildung „Neu im ASD“ gesammelt. Dieses Ange- bot adressiert an Fachkräfte, welche erst seit Kurzem im Arbeitsbereich des Allgemeinen Sozialdienstes tätig sind und sich kurzfristig mit den verschiedenen Facetten des Tätigkeitsfelds vertraut machen wollen. Aktuell läuft die Evaluationsphase; die Eindrücke der Teilnehmenden werden in die Weiterentwicklung und Optimierung des Angebots fließen. Ende 2020 wird die Fortbildung dann in das reguläre Fortbildungsangebot aufgenommen und – die entsprechende Nachfrage vorausgesetzt – regelmäßig bis zu viermal pro Kalenderjahr angeboten werden. Die folgende Abbildung gibt Ihnen einen Überblick über be- reits verfügbare Angebote. Weitere Formate sind bereits in der Entwicklung und werden sukzessive hinzugefügt. Die Zugangsdaten neuer Module werden über die Leitungen der Jugendämter bzw. über Verteiler spezieller Zielgruppen bekannt gegeben.

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