JaS Handbuch

IV. Schwerpunkte, Übergänge und Schnittstellen 92 JaS-Handbuch geschichte große Unterschiede auf. Familien, die aus anderen Bundesländern oder Herkunftsländern zugezogen sind, integrieren sich teilweise nur schwer. Jugendliche reagieren dann z.B. häufig mit Rückzugstendenzen, bleiben zu Hause oder verbringen ihre Zeit hinter dem PC mit Spielen und im Internet. JaS hat hier die Aufgabe, diesen jungen Menschen Anregungen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu geben, Zugänge zu vorhandenen Angeboten zu schaffen und die Kontaktaufnahme zu begleiten sowie den jungen Menschen und ihren Eltern den Zugang zu wichtigen Beratungseinrichtungen und anderen Diensten zu erleichtern.  Werden junge Menschen bereits an einer Mittelschule durch die JaS unterstützt, so empfiehlt es sich, diese Begleitung an der Berufsschule fortzuführen. Hierzu ist, mit Zustimmung des jungen Menschen, eine rechtzeitige Zusammenarbeit der JaS-Fachkräfte im Sinne eines Übergangsmanagements sinnvoll, um in der von Veränderung geprägten Phase des Übergangs in die Ausbildung stabilisierend zu wirken. IV.1.3 Schwerpunkte der JaS an der Förderschule Für Kinder und Jugendliche mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf steht neben den inklusiven Formen der Beschulung ein breit gefächertes Spektrum an Förderschulen mit den Schwerpunkten Sehen, Hören, körperliche und motorische Entwicklung, Lernen, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung und geistige Entwicklung zur Verfügung. An Förderschulen kommen unterschiedliche Lern- und vielfältige gruppenpädagogische Methoden zum Einsatz. Sonderpädagogische Förderzentren sind in der Regel zentrale Einrichtungen im Landkreis, zu denen die Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Einzugsgebiet mit Schulbussen kommen. JaS kommt derzeit an Sonderpädagogischen Förderzentren mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung zum Einsatz. Nicht jede Schülerin und jeder Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf hat automatisch einen Unterstützungsbedarf durch die JaS. Zielgruppe der JaS sind diejenigen Schülerinnen und Schüler, die ergänzend zur schulischen Förderung der zusätzlichen Unterstützung bei ihrer sozialen Integration bedürfen.  Der Schwerpunkt der JaS an Förderschulen liegt auf der Einzelfallarbeit.  Intensive Elternarbeit zur Stärkung der elterlichen Kompetenz, der Förderung der Elternkontakte untereinander und der Zusammenarbeit mit der Schule.  Einbeziehung von Eltern mit ihren jeweiligen Zuwanderungsgeschichten und Migrationshintergründen unter Einsatz entsprechender interkultureller Methoden.  Unterstützung bildungsferner Eltern bei der frühzeitigen Entwicklung realistischer Berufsziele für und mit ihren Kindern.  Ergänzende Unterstützung der Jugendlichen im Einzelfall bei der Berufsorientierung.  Unterstützung der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Eltern im Hinblick auf die Möglichkeiten der jungen Menschen, am Wohnort soziale Kontakte zu pflegen und die regionalen Möglichkeiten der Jugendverbände und Vereine zu nutzen.  Einzel- und Gruppenangebote zur Stärkung des Selbstbewusstseins und der Sozialkompetenz, die es den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, ihre Ressourcen zu entdecken und weiter zu entwickeln sowie sie zu Erfolgserlebnissen führen.  Angebote zur Verbesserung der Impulskontrolle und der differenzierten Gefühlsäußerungen (wie Wut, Angst, Scham, Lügen usw.). IV.1.4 Schwerpunkte der JaS an der Berufsschule und den Beruflichen Schulen Die JaS-Fachkräfte sind an den Berufsschulen aufgrund der höchst unterschiedlichen Ausbildungs- und Lebenssituationen der jungen Menschen mit vielfältigen Aufgaben befasst und müssen je nach zeitlicher Präsenz der jungen Menschen mit unterschiedlichen Beratungsmethoden arbeiten. Eine hohe Bedeutung kommt dabei der Kurzzeitberatung und dem Clearing-Verfahren zu. Die Angebote der JaS richteten sich dabei an sozial benachteiligte und individuell beeinträchtigte junge Menschen, die sich in JoA-Klassen, in besonderen Maßnahmen oder in Ausbildung befinden, also in den regulären Berufsschulklassen.  Wurden junge Menschen bereits an einer Mittelschule durch die JaS unterstützt, so empfiehlt es sich, diese Begleitung an der Berufsschule fortzuführen. Hierzu ist, mit Zustimmung des jungen Menschen, eine rechtzeitige Zusammenarbeit der JaS-Fachkräfte im Sinne eines Übergangsmanagements sinnvoll, um in der von Veränderung geprägten Phase des Übergangs in die Ausbildung stabilisierend zu wirken.

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