Auslandsadoption

Die Adoption eines Kindes aus dem Ausland bietet kinderlosen Paaren eine konkrete Chance, ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Gleich­zeitig erhält ein Kind, das in seinen Lebensperspektiven unter Umständen benachteiligt sein könnte, eine gute Zu­kunfts­pers­pek­ti­ve. Diese Form der Adoption ist jedoch nur bedingt mit der Adop­tion eines Kindes aus dem Inland zu vergleichen.

In der Regel werden Kinder ab einem Alter von zwei Jahren nach Deutsch­land ver­mit­telt. Hintergrund ist, dass jedes Kind ein Recht darauf hat, in seinem Kulturkreis auf­zu­wach­sen. Daher wird zunächst nach Adoptiveltern im Hei­mat­land des Kindes gesucht (Subsidiaritätsprinzip).

Für gewöhnlich liegen nur wenige Informationen zur Vorgeschichte, Herkunft und ge­sund­heitlichen Situation des Kindes vor. Eine zusätzliche Belastung der Er­zie­hungs­si­tua­tion aufgrund der Ent­wurzelung des Kindes ist zu berücksichtigen.

Die Zusammenarbeit der an der Auslandsadoptionsvermitt­lung beteiligten Fachstellen im Heimatland der Bewerber und des Kindes erfordern Zeit, Vertrauen in die Arbeit dieser Stellen und viel Risikobereitschaft und Enthusiasmus der Adoptions­bewerber. Eine fachkundige Begleitung der Adoption durch die zur Auslandsadoptionsvermitt­lung befugten Fachstellen ist somit besonders wichtig und hilfreich. Sie ist auch aus­drück­lich im Gesetz vorgesehen.