Bayerische Anlauf- und Beratungs­stelle der Stiftung "Anerkennung und Hilfe"

Die Bayerische Anlauf- und Beratungsstelle wird im Rahmen der „Stiftung zur An­er­kennung und Hilfe für Menschen, die als Kinder und Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 (Bundesrepublik Deutschland) bzw. 1949 bis 1990 (DDR) in sta­tio­nä­ren Einrichtungen der Behindertenhilfe oder in stationären psychiatrischen Ein­rich­tun­gen Leid und Unrecht erfahren haben“ zum 3. April 2017 beim ZBFS – Baye­ri­sches Landesjugendamt eingerichtet.

Die Anlaufstelle unterstützt Menschen, die im obengenannten Zeitraum in sta­tio­nä­ren Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. stationären psychiatrischen Ein­rich­tun­gen untergebracht waren und Leid und Unrecht erfahren haben. Darunter fallen zum Beispiel ungerechtfertigte Zwangsmaßnahmen, Strafen, Demütigungen oder fi­nan­ziel­le Einbußen, weil sie sozialversicherungspflichtig in den Einrichtungen ge­ar­bei­tet haben, ohne dass dafür in die Rentenkasse eingezahlt wurde.

Betroffene, die ihren Wohnsitz in Bayern haben, können sich ab jetzt an uns wenden.

Bis zum 31. Dezember 2019 können Leistungen bei der Stiftung beantragt werden.

Voraussetzungen

Unterstützung erhalten Personen, die

  • in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) zwischen 23. Mai 1949 und dem
    31. Dezember 1975 oder
  • in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zwischen dem 7. Oktober 1949 und dem 2. Oktober 1990

in einer stationären Einrichtung der Behindertenhilfe und/oder Psychiatrie un­ter­ge­bracht waren, dort Leid und Unrecht erfahren haben und noch heute unter den Folgewirkungen zu leiden haben.

Aufgaben der Anlaufstelle bzw. des Landesjugendamts

Wir beraten und unterstützen ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner von sta­tion­ären Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. stationären psychiatrischen Ein­rich­tun­gen im oben genannten Zeitraum bei jeglichen Anliegen.

Wir beraten Betroffene im Hinblick auf die Leistungen der Stiftung (Anmeldefrist ist der 31. Dezember 2019).

Die Anlauf- und Beratungsstelle bietet:

  • individuelle Anerkennung durch persönliche Gespräche,
  • Begleitung der Betroffenen bei der persönlichen Aufarbeitung ihrer Biografie,
  • Unterstützung bei der Beantragung von finanziellen Leistungen der Stiftung,
  • Beratung zu weiterführenden Hilfen.

Kontakte und Erreichbarkeit

ZBFS – Bayerisches Landesjugendamt
Bayerische Anlauf- und Beratungsstelle der Stiftung Anerkennung und Hilfe
Büroräume: ZBFS – Regionalstelle Oberbayern

Richelstraße 17
80634 München
Telefon: 089 18966-2500
Telefax: 089 18966-3020
E-Mail: anlaufstelle.stiftung@zbfs.bayern.de

Das Team

Beratung:

Bettina Schlederer
(Mo. - Fr.)
Tel.: 089 18966-2578
Fax: 089 18966-3020
E-Mail: Bettina.Schlederer@zbfs.bayern.de

Gabriele Wolfseher
(Di. - Do.)
Tel.: 089 18966-2436
Fax: 089 18966-3020
E-Mail: Gabriele.Wolfseher@zbfs.bayern.de

Maximilian Ditz
(Mo. - Do.)
Tel.: 089 18966-2452
Fax: 089 18966-3020
E-Mail: Maximilian.Ditz@zbfs.bayern.de

Verwaltung:

Giuseppina Alongi
(Mo. - Fr.)
Tel.: 089 18966-2505
Fax: 089 18966-3020
E-Mail: Giuseppina.Alongi@zbfs.bayern.de

Leitung:

Stefan Rösler
(Mo. - Fr.)
Tel.: 089 18966-2497
Fax: 089 18966-3020
E-Mail: Stefan.Roesler@zbfs.bayern.de

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Anlaufstelle sind ganztägig telefonisch erreichbar. Während der Beratungsgespräche sind Anrufbeantworter geschaltet.
Besuche bitte nur nach vorheriger Anmeldung.


Fachbeiträge und Publikationen

"Späte Genugtuung. Eine Stiftung will Menschen, die in Psychiatrien oder Be­hin­der­ten­ein­rich­tungen Gewalt erfuhren, Gehör verschaffen. Endlich, sagen Be­trof­fe­ne." Süddeutsche Zeitung 21.07.2017

"Jetzt ist es an der Zeit, über erlebtes Unrecht und Leid zu reden!": Pressemitteilung der Familienministerin Emilia Müller zur Stiftung Anerkennung und Hilfe; 02.04.2017


Weiterführende Links und Informationen

Stiftung Anerkennung und Hilfe
 

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